Grundwasserspiegel - Wie tief muss gebohrt werden?

Grundwasserspiegel

Je nach Region variiert der Grundwasserpegel enorm

Einer der wichtigsten Punkte bei der Entscheidung für einen eigenen Brunnen ist die Frage nach dem Grundwasserspiegel und der damit verbundenen Bohrtiefe. Sie ist neben der Bodenbeschaffenheit, die ausschlaggebende Größe, um den finanziellen Aufwand einer Brunnenbohrung abzuschätzen.

Um den Grundwasserstand am eigenen Standort zu ermitteln, wendet man sich am Besten an den lokalen Brunnenbauer, das zuständige Landesamt für Energie, Bergbau und Geologie oder an den örtlichen Wasserversorger. Häufig stehen auch Geo-Karten zur Verfügung, die den Grundwasserpegel der einzelnen Regionen ausweisen.

Aber auch die eigene Recherche bei Brunnenbesitzern in der Nachbarschaft kann Aufschluss darüber geben, in welcher Tiefe sich das Grundwasser befindet. Im Zweifelsfall ist es aber ratsam, dass der Brunnenbauer eine Probebohrung durchführt. Bei dieser Gelegenheit kann man sogleich die Bodenbeschaffenheit prüfen und eine Wasserprobe zur Analyse der Wasserqualität entnehmen.

Je nach Region variiert der Grundwasserpegel enorm – So sind im Flachland, wo sich das Wasser im Boden wie in einem See sammelt, innerhalb einer Gegend kaum Unterschiede im Abstand zur Oberfläche vorhanden. In Bohrtiefen von 4 m findet sich in vielen Fällen bereits ausreichend Wasser.

In hügeligen und bergigen Regionen sollte man den Brunnen möglichst am tiefsten Punkt des Geländes bauen, da das Grundwasser unterirdisch talwärts abfließt um dann seiner tiefsten Stelle an der Oberfläche als Bach abzulaufen. Gerade in bergigen Regionen sind Probebohrungen an verschiedenen Stellen sinnvoll, da unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, wie beispielsweise Felsgrund, die Höhe des abfließenden Wasser stark beeinflussen können.