Brunnen ist nicht gleich Brunnen

Brunnen

Beim Wort Brunnen haben die meisten Menschen zunächst eine romantische Assoziation

Ob Opas alter gemauerter Ziehbrunnen, der Brunnen mit der Schwengelpumpe auf dem Bauernhof, ein hübscher Zierbrunnen oder aber die berühmten Brunnenbauwerke in historischen Städten. Es gibt die verschiedensten Arten, die sich durch den Zweck, für den sie gebaut werden, Form und Tiefe sowie Standort unterscheiden. Meist aber ist der Garten die Heimat des Brunnens, da er Wasser für die Bewässerung liefert.

Der Klassiker aller Pumpen, die Schwengelpumpe. Diese Pumpe wurde bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts eingesetzt und sie ist nach wie vor beliebt und häufig ein optisches Highlight. Einfach zu bedienen, eignet sie sich sehr gut für kleinere Gärten und benötigt darüber hinaus keinen Stromanschluss. Bis zu 40 Liter lassen sich mit einigem Kraftaufwand pro Minute mit der Schwengelpumpe fördern, allerdings darf der Brunnen nicht tiefer als etwa acht Meter sein, da sonst keine Förderung des Wassers möglich ist. Anschließend muss das gewonnene Wasser noch im Garten verteilt werden. Und wer schon einmal Gießkannen quer durch die Beete schleppen musste, weiß, wie beschwerlich das sein kann.

Ein weiterer Brunnen, der ebenfalls seinen Platz im Garten hat, jedoch in der Regel nicht für die Bewässerung, sondern für optische Zwecke eingesetzt wird, ist der Springbrunnen. Bereits vor vielen hundert Jahren, vor allem bei Adeligen und auf den Besitztümern der Wohlhabenden, wurden Springbrunnen errichtet, um sich von der Normalität abzuheben und ein besonderes Erlebnis bieten zu können. Auch heute noch ist der Springbrunnen für viele der Inbegriff eines bestimmten Lebensgefühls. Zu guter Letzt ist er der Brunnen, der zumeist in Innenräumen für Dekorationszwecke eingesetzt wird. Als angenehmer Nebeneffekt sorgt dieser dort für eine bessere Luftfeuchtigkeit in den Räumen.

Wenn es um die regelmäßige und komfortable Wasserversorgung des Gartens geht, sprechen wir heute von modernen Brunnenpumpen, die ihre Arbeit in einem gebohrten Tiefbrunnen verrichten und somit keine Dekoration, sondern ein effizientes Hilfsmittel für eine komfortable Wasserversorgung sind. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Leistungsbereichen, die auch bei einer Tiefe von 200 Metern noch eingesetzt werden können. Je nach Wasserbedarf sind die Pumpen und deren Motoren unterschiedlich groß bzw. leistungsstark. Das Beste an dieser modernen Form des Brunnens ist aber die Möglichkeit, den Gartenschlauch direkt anschließen zu können. Dann heißt es nur noch: Wasserhahn aufdrehen und Wasser marsch. Ganz einfach, ohne Gießkanne und ohne mühsames Tragen.