MAGNA3-Pumpen mit FLOWLIMIT können Drosselventile in HKL-Anlagen überflüssig machen

Separate Energiezähler oder Drosselventile sind nicht nötig.
Wie FLOWLIMIT funktioniert

Sie haben ein Gebäude mit einem Labyrinth aus verschlungenen Rohren und Sie müssen eine HLK-Anlage einbauen. Dabei müssen viele Faktoren berücksichtigt werden: vom Reibungsverlust innerhalb der Rohre bis hin zum Druckverlust in längeren Rohrabschnitten. Auch die Größe und die Leistung der Pumpe muss berücksichtigt werden.

Bei dem 11. REHVA-Weltkongress Clima 2013 in Prag wurde geschätzt, dass etwa zwei Drittel der Pumpen dauerhaft bei voller Leistung laufen, obwohl dies lediglich in fünf Prozent der Zeit nötig ist. Dies zeigt, wie schwierig es ist, HKL-Anlagen korrekt abzugleichen.

Die MAGNA3-Pumpen von Grundfos werden dies laut Aussage des Unternehmens mit einer Reihe an Innovationen ändern. Zusätzlich zu einem Motor, der auf Permanentmagnettechnologie zurückgreift, um den Reibungsverlust innerhalb der Pumpe zu reduzieren, und zu einem Sensor, der präzise misst, welche Durchflussmenge durch die Pumpe bewegt wird, verfügt die MAGNA3 über die FLOWLIMIT-Technologie. Diese erlaubt es dem Nutzer, die Leistung der Pumpe genau zu regeln.

 


Abbildung 1: MAGNA3, mit aktiviertem FLOWLIMIT, vermindert das Risiko, dass ein gewisser Förderstrom überschritten wird, indem eine maximale Begrenzung gesetzt und der Druck in der Anlage aufrechterhalten wird. So wird der gesamte Energieverbrauch verringert.

Festlegen des maximalen Durchflusses mit MAGNA3 und FLOWLIMIT
„Schauen Sie sich die Kennlinien anderer Pumpen an“, erklärt Anders Nielsen, MAGNA3-Projektleiter. „Die pumpen ständig mit voller Kraft weiter, möglicherweise für immer. Indem wir unserer Pumpe mitteilen, dass eine bestimmte Durchflussmenge das Maximum ist, können wir der X-Achse dieser Graphen eine vertikale Linie hinzufügen (siehe Abbildung 1). Bis zu dieser Grenze kann die Pumpe nun Wasser pumpen, aber nicht darüber hinaus.“


Die MAGNA3-Pumpe wälzt genau die maximale Wassermenge um, die vorgegeben wurde."

Anders Nielsen, MAGNA3-Projektleiter von Grundfos

FOTO: Grundfos GO- die App für Ferneinrichtung, -regelung und -überwachung der Pumpe (Hardware-Dongle erforderlich). Sie funktioniert mit allen E-Pumpen von Grundfos und kommuniziert sowohl über Funk als auch über Infrarot. Sie stellt Daten zur Verfügung, wie beispielsweise Betriebspunkt, Leistungsaufnahme, Medientemperatur, Förderstrom und Betriebsstunden. Die App ist für Apple iOS- und Android-Geräte verfügbar.

Bisher wurde diese Aufgabe mithilfe von Drosselventilen umgesetzt, die keine direkte Verbindung zur Pumpe besaßen und die ihren Durchfluss nicht anpassen konnten. „Es ist so, als ob Sie bei einem Auto das Gaspedal so stark treten, dass es 100 km/h fährt, aber weil Sie möchten, dass es nur 60 km/h fährt, ziehen Sie die Handbremse, um abzubremsen“, sagt Anders Nielsen. „Das ist eine ineffiziente Art und Weise, ein Auto zu fahren oder eine Pumpe zu betreiben. Außerdem ist es sehr unwirtschaftlich.“

Da der Durchfluss nun durch die Pumpe geregelt werden kann, wird der Abgleich der Anlage stark vereinfacht und die Möglichkeiten Fehler zu machen wird auf ein Minimum reduziert. Wenn eine Anlage so konzipiert wurde, dass sie 100 Kubikmeter pro Stunde liefern soll und dies auch tatsächlich tut, kann man sagen, dass die Person, die sie entworfen hat, ihr Ziel erreicht hat. Aber viele andere Variable spielen auch eine Rolle. Wenn der Reibungsverlust deutlich niedriger ist, als es in der Planung vorgesehen war, wird die Pumpe äußerst ineffizient arbeiten. Ein Beispiel: Wird ein Fenster offen gelassen, ohne dass das Ventil am Heizkörper geschlossen wird, erhöht die Pumpe den Durchfluss noch weiter, um Schritt zu halten. Das führt zu Verschwendung von Energie.

Die MAGNA3 als ultimatives Werkzeug für den richtigen Abgleich

Der richtige Abgleich ist eine der schwierigsten Aufgaben bei HLK-Anlagen. Die MAGNA3 und FLOWLIMIT helfen dabei, allzu viel Herumraten und -probieren zu vermeiden.

„Mithilfe der MAGNA3 können Sie Teile der Anlage abgleichen“, sagt Anders Nielsen. „Wird die MAGNA3 in einen bestimmten Kreis der Anlage eingebaut, liefert sie, unabhängig vom Rohrdurchmesser und somit vom potenziellen Reibungsverlust, genau die Wassermenge, die gefordert wird.“

Zusätzlich kann die FLOWLIMIT-Funktion, die dem Anwender eine vollständige Kontrolle ermöglicht, über Grundfos GO ( Hardware-Dongle erforderlich) aktiviert und eingestellt werden – dies kann aber auch direkt an der Pumpe durchgeführt werden. Der Abgleich einer Anlage mit Drosselventilen kann eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Aber die MAGNA3 ermöglicht es dem Anwender, einfach ein iOS- oder Android-Gerät zu verwenden, um direkt mit der Pumpe zu kommunizieren (Hardware-Dongle erforderlich).

Berichte über die Pumpenaktivität können elektronisch geteilt werden und die Nutzer können diverse Variablen regeln, einschließlich der Temperatur. Dies erlaubt es dem Nutzer, schnell berichtigende Änderungen durchzuführen.

 

Eine BeispielinstallationWelche Anlagenarten passen also zur MAGNA3? Anders Nielsen führt das Beispiel eines Gebäudes mit vier Fassadenseiten an. Das derzeitige Verständnis der Pumpentechnologie besagt, dass eine Anlage in jedem Kreis ein Drosselventil besitzen muss. Mit einer MAGNA3 wird die Anlage deutlich einfacher. Auf Drosselventile kann bei dieser Konstellation zugunsten von vier MAGNA3-Pumpen verzichtet werden (siehe Abbildungen 2 und 3).

Abbildung 2: Schema einer herkömmlichen HLK-Anlage. Sie besteht aus Mischkreisen mit Drosselventilen nach jeder Pumpe. Separate Wärmemengenzähler werden verwendet, um die Energieströme im Ost-, West-, Nord- und Südflügel des Gebäudes nachzuverfolgen.

Dadurch sind die Anlagen viel einfacher und klarer, da die überflüssigen Elemente entfernt werden können. Zudem können Installations- und Wartungskosten eingespart werden, da die MAGNA3 alle drei Funktionen ausführt. Neben der reinen Pumpenfunktion stellt sie genaue Ablesungen der Energieabgabe zur Verfügung und macht Drosselventile u.U. überflüssig. Wurde dieses System an einem Ort installiert, an dem es zuvor keine HLK-Anlage gab, werden auch die Kosten der Inbetriebnahme gesenkt. Dies bedeutet, dass sich die MAGNA3-Pumpe über einen längeren Zeitraum selbst finanziert.

Abbildung 3: Dieselbe Anlage mit installierten MAGNA3-Pumpen mit FLOWLIMIT. Separate Wärmemengenzähler oder Drosselventile sind u.U. nicht nötig.

Laut Anders Nielsen hat einer der Teilnehmer des Grundfos-Workshops auf dem REHVA-Weltkongress Clima 2013 Folgendes festgestellt: „Wenn ich kein Drosselventil und keinen zusätzlichen Wärmemengenzähler kaufen muss, spare ich bei den Anschaffungskosten. Und der erste Schritt zu einer erhöhten Leistung ist, zu wissen, wie die Anlage tatsächlich arbeitet. Dieses Wissen erhalten wir durch die Energieverbrauchsmessung und durch die Möglichkeit, ein Protokoll der aktuellen Online-Ergebnisse zu erstellen.“

Klicken Sie hier, um weitere Informationen
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FOTO: MAGNA3-Pumpen machen u.U. Drosselventile in Heizungs- und Kühlanlagen überflüssig.





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